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In der Dialektisch Behavioralen Therapie wird als Ursache der Borderline-Persönlichkeitsstörung die Biosoziale Theorie vertreten. Das bedeutet, dass Menschen eine Borderline-Persönlichkeitsstörung entwickeln, wenn sie mit einer dysfunktionalen Emotionsregulation und in einem invalidierenden Umfeld aufwachsen.

Dazu Alice und Martina Sendera:

    »Die emotionale Vulnerabilität ist genetisch, neurobiologisch und biografisch bedingt. Es gibt empirisch gesicherte Daten, die Hinweis auf die emotionale Dysregulation geben. In den letzten Jahren wurde damit begonnen, die topographische und funktionelle Funktion von Hirnarealen bei Borderline-Patientinnen zu untersuchen, um Zusammenhänge für die Induktion und Regulation von Affekten zu erkennen. So haben limbische, paralimbische und neokortikale frontale Struktueren Bedeutung für emotionale, motivationale, kognitive und motorische Verarbeitungsprozesse. Auch die Fähigkeit zur Habituation und kognitiven Umstrukturierung scheint genetisch bedingt zu sein, ebenso unterliegt die Entwicklung dissoziativer Symptome einer genetischen Teildetermination. Immerhin entwickeln zirka sechzig Prozent der Patientinnen mit einer Borderline-Störung eine ausgeprägte dissoziative Symptomatik« (Alice u. Martina Sendera, 2005, S. 70-71).

Ein weiterer Risikofaktor für die Entwicklung der Borderline-Persönlichkeitsstörung ist das nicht validierendes Umfeld. Es regierte in der Kindheit und Jugend der Betroffenen nicht angemessen auf Emotionen. Das kann bedeuten, dass die Gefühlsäußerungen und persönlichen Wahrnehmungen in der Kindheit und Jugend »nicht wahrgenommen, trivialisiert, bestraft oder als unakzeptabel bewertet« wurden (Alice u. Martina Sendera). Es kann dagegen auch sein, dass Betroffene besonders starke Gefühlsäußerungen zeigen mussten, um überhaupt Hilfe zu erhalten. Die Betroffenen konnten nicht angemessen lernen, ihren Wahrnehmungen zu trauen und ihre Emotionen zu regulieren.

Weitere empirisch gesicherte psychosoziale Risikofaktoren, die Marsha Linehan zum invalidierenden Unmfeld zählt und die die diese Situation der späteren Borderline-Patienten besonders deutlich machen sind sexueller Missbrauch, körperliche Gewalt sowie Vernachlässigung durch primäre Bezugspersonen. Also durch die Menschen, denen sie am meisten hätten vertrauen können müssen. Die schrecklichen Erinnerungen beispielsweise an den sexuellen Missbrauch können durch äußere Reize leicht reaktiviert werden. Sie erleben sie wieder, als passiere das Erlebte in der Gegenwart. So können die Betroffenen in diesen Situationen schwer zwischen Gegenwart und Vergangenheit trennen (Alice u. Martina Sendera, 2005, S. 72).

Was Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung einsetzen, um sich von Spannungszuständen und aversiven Affekten zu befreien, nämlich Selbstverletzungen oder auch beispielsweise der Konsum von Suchtmitteln wie Alkohol, Drogen oder Medikamenten, verschlimmert auf Dauer mehr ihre Probleme. Es ist einerseits ihre Überlebensstrategie, aber auch ein wesentlicher Teil ihrer Erkrankung und damit ein weiterer Risikofaktor (vgl. Alice u. Martina Sendera, 2005, S. 72).

Literatur:
Linehan, Marsha; Dialektisch Behaviorale Therapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung, 1996, CIP-Medien
Linehan, Marsha; Trainingsmanual zur Dialektisch Behavioralen Therapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung, 1996, CIP-Medien
Sendera, Alice u. Martina, skills-training bei borderline- und posttraumatischer belastungsstörung, 2005, Springer
Sender, Ingrid; Ratgeber Borderline-Syndrom, 2000, CIP-Medien



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Zuletzt aktualisiert am 07.11.2010

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