Hier bieten wir Anregungen an, wie du deine soziale Kompetenz verbessern kannst und bieten dabei auch Material zu den zwischenmenschlichen Fertigkeiten aus der DBT an. Zusätzlich findest du auch eine Reihe von uns selbst entwickelter Übungen für traumatiserte Menschen an, die eine Schizotypische Persönlichkeitsstörung haben. Unser Wunschtraum ist es ja, daß es für die letztgenannte Gruppe eine manualisierte Gruppentherapie vergleichbar mit der Dialektisch Behavioralen Therapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung (DBT) gibt. Leider gibt es ein solches bislang nicht. Da aber auch wir in verschiedenen Bereichen Fortschritte machen wollen, entwickeln wir unser eigenes Fertigkeitstraining, das wir dann im Betreuten Wohnen mit unserer Sozialpädagogin regelmäßig besprechen. Dabei verwenden wir Elemente aus der DBT (Achtsamkeit, Streßtoleranz und teilweise Umgang mit Gefühlen) und fügen eigene Übungen, besonders zu sozialen Kompetenz hinzu, die zur Schizotypie passen. Es versteht sich von selbst, daß dies kein Therapieverfahren ist wie etwa die DBT! Wir verstehen also die selbst entwickelten Übungen zur Schizotypie als Anregungen zur Selbsthilfe. Wir wollen dabei aber nicht unerwähnt lassen, daß uns zu verschiedenen Übungen unsere frühere Mitgliedschaft in einer Freikirche sowie unsere Gespräche mit dem seit mehreren Jahren befreundeten Kinder- und Jugendpsychiater Dr. Khalid Murafi inspirieren. PD Dr. Steffen Moritz hat uns auf das von ihm und seinen Kollegen entwickelte Metakognitive Training (MKT) für schizophrene Patienten aufmerksam gemacht und, daß dies auch für Menschen mit Schizotypie bzw. Schizotypischer Persönlichkeitsstörung relevant sei. Das MKT ist eine manualiserte Therapie, bei der an Schizophrenie erkrankte Menschen lernen können dysfunktionale Denkmuster aufzugeben, die förderlich für ihre Erkrankung sind. Dies wird in Gruppen vermittelt und die PatientInnen erhalten Hausaufgaben zum eigenständigen Lernen. Bei einigen Übungen haben wir uns von einzelnen Modulen des MKT beeinflussen und inspirieren lassen, was wir im einzelnen angeben. Dennoch haben wir die entsprechenden Fertigkeitsübungen eigenständig entworfen. Dieses Soziale Kompetanz-Training für traumatiserte Menschen mit einer Schizotypischen Persönlichkeitsstörung (SKT) ist keinesfalls ein Ersatz für eine Psychotherapie, kann aber eine sinnvolle Ergänzung sein, besonders wenn man dort die Erfahrungen mit den Übungen besprechen kann, was wir sehr wünschen.



In der DBT werden zwischenmenschliche Fähigkeiten trainiert, dazu wollen wir dir hier Informationen und Anregungen aus der DBT bieten zum selbständigen Lernen und Üben. Wenn du eine Borderline-Persönlichkeitsstörung oder auch eine Dissoziative Identitätsstörung hast, dann hast du insbesondere erhebliche Schwierigkeiten in zwischenmenschlichen Beziehungen. Du kannst lernen, adäquat Grenzen zu setzen und dich zu behaupten. Auch kannst du lernen, dysfunktionale Denkmuster zu erkennen und aufzugeben.

Wie du erreichen kannst, was du anstrebst

Aufgeben von Mythen

Die Beziehung aufrechterhalten

Deine Selbstachtung aufrechterhalten



Wie oben bereits angekündigt, findest du hier selbstentwickelte Übungen zum Lernen Sozialer Kompetenz. Wenn du eine Schizotypische Persönlichkeitsstörung hast, leidest du vermutlich unter einer ausgeprägten sozialen Angst. Du bist also weit über das normale Maß schüchtern und wenig selbstsicher in Kontakten und besonders in Gruppen sowie unter fremden Menschen.

Vielleicht hast du auch das Problem, daß wir nur zu gut kennen, wennauch nicht alle von uns gleichermaßen, daß wir zwar unsere Gefühle im Inneren bewußt wahrnehmen und verbalisieren können- nur man sieht sie uns äußerlich oft nicht an! Das hat schon oft zu zwischenmenschlichen Konflikten geführt bei uns.

Da uns seit Jahren immer wieder gesagt wird, wie ernst wir gucken, möchten wir auch zwei Arbeitsblätter anbieten, wo es jeweils darum geht, im Kontakt mit anderen, auch mit fremden Menschen zu lächeln und bewußt freundlich zu sein. Die Idden dazu entnehmen wir teilweise dem Buch 'Früchte des Geistes' von Betty Tapscott. Wir haben es vor mehr als 15 Jahren von einer guten Freundin geschenkt bekommen, damit wir damit an uns arbeiten (können).

Wir finden es sinnvoll, die Übungen, soweit möglich mit Achtsamkeit durchzuführen. Jedenfalls in weniger belastenden Situationen, die nicht mit hoher Anspannung verbunden sind. Damit meinen wir, daß du diese Übungen ganz bewußt und achtsam machst und vielleicht genau darauf achtest, was hilfreich ist oder was dich überfordert. Ideal wäre es natürlich, wenn du eine Therapie machst und deine Erfahrungen damit dort besprechen kannst.

Dieses Fertigkeitstraining setzt allerdings ein Mindestmaß an sozialen Kontakten voraus, denn ohne diese sind diese Übungen kaum oder besser gesagt gar nicht durchführbar. Wahrscheinlich hast du eher weniger Erfahrungen in Gruppen oder hast dich dort als Außenseiter gefühlt. Vielleicht wurdest du auch in der Schule ganz offen als Außenseiter wahrgenommen oder gar behandelt. Du wolltest daher einfach nur in Ruhe gelassen werden. Die Welt ist vermutlich ein gefährlicher Ort für dich und du bist auf der Hut vor neuen Gefahren. Vielleicht hast du aber auch in der Familie traumatische Erfahrungen machen müssen und wagst dich daher kaum unter Menschen. Deshalb kann es gut sein, wenn du dich aktiv zurückziehst, daß du wenig und Erfahrungen und Kompetenzen im Umgang mit fremden und auch bekannten Menschen hast. Aber heute kannst du Schritt für Schritt dazulernen, auch wenn du vielleicht vieles nachzuholen hast. Nicht alle Menschen sind gefährlich! Das müssen wir auch immer wieder lernen.

Schenke jedem Menschen dein Lächeln

Freundlichkeit

Blickkontakt

Aufbau von Selbstsicherheit

Interesse zeigen

Einfühlen in andere Menschen

Geduldig sein

Vertrauen wagen

Deine Ziele und Wünsche verwirklichen

Flexibel sein

Aufgeben von Mythen und dysfunktionalen Gedanken

Humor

Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlich bei Prof. Dr. Peter Fiedler und PD Dr. Steffen Moritz, daß sie sich die Zeit nehmen, sich die Übungen anzusehen und unsere Fragen zu beantworten. Bei PD Dr. Steffen Moritz danken wir besonders auch für den Hinweis auf das von ihm und seinen Kollegen entwickelte Metakognitive Training (MKT) für schizophrene Patienten, das uns den Blick erweitert für die Übungsfelder im Bereich des sozialen Lernens für Menschen mit Schizotypischer Persönlichkeitsstörung. Natürlich danken wir auch Dr. Khalid Murafi für die zahlreichen konstruktiven Gespräche über die Probleme von Menschen mit einer Schizotypie.

Douglas Parfümerie


Wohlfühl-Oase



Monika Kreusel

Zuletzt aktualisiert am 25.01.2007

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