Wir leben seit 1996 in Köln, haben hier von 1990-1993 unsere Ausbildung zur Einzelhandelskaufffrau gemacht um dekorieren zu lernen und haben uns seit 1994 regelmäßig seit Beginn unserer zweimaligen Obdachlosigkeit hier aufgehalten. Zeitweise sind wir auch Anfang 1996 bei einem Freund untergekommen, als wir massive Morddrohungen bekamen. Im März 1996 führte uns nach einem Suizidversuch unser Lebensweg nach Köln-Merheim in die Psychiatrie. Während dieser Zeit wurden wir das zweite Mal obdachlos und somit wurde die Klinik unsere erste Kölner Meldeadresse, was wichtig für uns war, da wir nach dem Verlust der Wohnung in Overath eine Kölner Meldeadresse benötigten, um hier einen Wohnberechtigungsschein zu bekommen- und letztenendes in Köln eine Wohnung. In der Klinik waren wir vom 28. März 1996 bis zum 8. Januar 1997- fast 10 Monate ! Wir wurden obdachlos entlassen und sahen in eine sehr ungewisse Zukunft, da sich unsere Lage hinsichtlich des angedrohten Mordes sehr bald dramatisch zuspitzte. Anfangs wurden wir nach einer Woche durchd as Wohnungsamt in ein Hotel in Köln-Kalk eingewiesen, von einem niedergelassenen Psychiater erhielten wir ein Attest für ein Einzelzimmer. Ein Polizeibeamter kümmerte sich um uns und ging mit uns einen terminkalender kaufen, was für uns mit einer gewissen Beschämung verbunden war. Denn ihm war bekannt, daß wir besonders in Krisenzeiten große Probleme mit der Zeit haben. Und so offen hatte uns bislang kuam jemand drauf angesprochen. Da es zu gefährlich wurde in diesem Hotel zu bleiben, mußten wir schnell umziehen an einen sicheren Ort. Die Polizei organisierte bei der Stadt ein Zimmer im Kölner Norden. In Longerich- ein Stadtteil weit außerhalb der City, von dem wir bislang gerade mal wußten, daß er existierte- aber mehr auch nicht. Wir wollten nicht so weit außerhalb, aber man bestand darauf. Wohl oder übel akzeptierten wir den Willen der Polizei und nahmen bei der Stadt das Zimmer an. Bei der Polizei hatte man gewußt, daß zwei Tage zuvor ein relativ großes Einzelzimmer freigeworden war, nachdem die Vermieterin den vorherigen, drogenabhängigen Mieter des Hauses verwiesen hatte. Mit den Nachbarn und deren regelmäßigen Gästen wurde ein Klingelzeichen vereinbart. Die Kosten für den Umzug mit einem Taxi übernahm die Polizei. In diesem Hotel erlebten wir vom 7. auf den 8. Juni 1997 eine der schlimmsten Nächte unseres Lebens, die wir wohl niemals vergessen werden können. Die Vermieterin des Hotels ist Sozialpädagogin und sah regelmäßig nach uns. Als aus ihrem Hotel von der Stadt und dem SKM Köln eine Clean-WG für Heroinabhängige gemacht wurde, mußten wir umziehen. Wir hatten am 19. August am Abendgymnasium Köln begonnen, das Abitur nachzuholen und während der Herbstferien konnten wir in ein kleines Suterainzimmer in einem anderen Haus der Vermieterin, auch in Altlongerich einziehen. Offiziell waren wir weiterhin obdachlos und mußten alle drei Monate unser Zimmer "verlängern" lassen beim Wohnungsamt. Das Zimmer war als Übergangslösung gedacht bis wir wieder eine Wohung haben würden. Das dauerte dann noch von Oktober 1997 bis Januar 1999. Ende 1999 wurde uns durch das Wohnungsamt unsere jetzige Wohnung zugewiesen. Und seitdem leben wir in Neuehrenfeld, wo es uns gut gefällt. Zu unserer Wohnung gehört eine große Dachterasse, über die wir sehr glücklich sind. Wir fühlen uns sehr mit der Stadt verbunden und plündern regelmäßig einige Hochschul-Bibliotheken, wo wir seit Jahren recht bekannt sind als Vielleserin. Ein Großteil dieser Hopmepage ist in der Universitätsbibliothek Köln entstanden.

Wir haben eine Liste mit Links zusammengestellt:

Stadt Köln

Koeln.de

Bezirksregierung Köln

Kölner Dom

Universität Köln

Schokoladenmuseum

Kölner Zoo

Babysitternet für Köln

Unsere Stammkneipe

Lux Ehrenfeld

Links zu privaten Homepages von KölnerInnen

Engelchen 30 a









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Monika Kreusel

Zuletzt aktualisiert am 13.10.2005

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