Diese Zeitschrift liest meine Mama sehr gerne.



Herzlich willkommen, liebe Gäste ! Ich bin die Lolita und komme aus dem sonnigen Spanien.

Ich liege gerade gemütlich auf dem Bildschirm und diktiere meiner Mama den Text, denn ich selbst kann ja schließlich nicht programmieren...

Ich bin 5 Jahre alt und ganz schön groß, nicht wahr ? Ich wiege stolze 5 kg. Seit dem 3. Juli lebe ich in Köln bei meiner neuen Mama. Oder sollte ich sagen bei meinen neuen Mamas ? Menschen nennen das multiple Persönlichkeit, mich verwirrt das noch, aber ich bin da ganz zuversichtlich, daß ich alle besser kennenlerne mit der Zeit.

Man sagt ja bekanntlich, Katzen suchen sich ihre Mamas und Papas selbst aus. Aber bis ich in das neue schöne Zuhause mit der wunderbaren Dachterasse gekommen bin, war ein langer Weg und ich hoffe sehr, hier für immer bleiben zu können.

Wie meine Mama habe ich eine traumatische Lebensgeschichte und habe ganz Schlimmes durchgemacht. Als ich noch in Spanien lebte, kamen plötzlich ganz gemeine Menschen, die mich einfingen und auf eine Tötungsstation steckten. Das muß man sich mal vorstellen. Das war ganz grausam, da waren noch ganz viele andere Katzen und wir alle hatten Todesangst. Wir bekämpften uns gegenseitig und davon habe ich schmerzhafte und blutende Verletzungen davongetragen. Aber irgendwo im Inneren hatte ich schon da die Zuversicht, daß ich das überleben und eine hellere Zukunft haben werde. Anfang April kam die Erlösung. Menschen mit einem großen Herz für uns Katzen befreiten uns aus der Station, wir wurden ärztlich versorgt und kastriert. In einem Flugzeug wurde ich nach Deutschland geflogen. War das aufregend! In der Nähe von Köln kam ich in eine Pflegestelle bei einer Frau, die sich einer privaten Organisation engagiert, die sich Tiere im Ausland nennt. Es war ganz klar, daß dies nicht mein endgültiges Zuhause sein würde und die Organisation setzte auf ihre Homepage ein großes Foto von mir mit einem Text, das ich ein neues Zuhause suche. Meine jetzige Mama kam auf die Homepage und entdeckte mich. Sie schrieb direkt eine Email und rief auch bei der Frau an, wo ich war. Etliche Emails wurden ausgetauscht und schließlich kam die Frau, die meine Mama werden sollte am 26. Juni zu Besuch. Sie streichelte mich liebevoll und sprach mit der Frau, wo ich war. Offenbar mochte sie mich. Eine Woche später, am 3. Juli holte sie mich an einem Sonntag mit wunderbarem Wetter ab. Sie brachte eine Kiste mit, wo ich reinkam und die Reise ging los. Mit der Straßenbahn. Das war eine ganz schön weite Fahrt nach Neuhrenfeld (Köln). Als wir endlich in der Wohnung ankamen, bekam ich von der neuen Mama was zu fressen und die neue Toillette hat sie mir auch sofort gezeigt. War ich hungrig nach der weiten Fahrt !

Meine Mama hat mir ganz viel Futter gekauft und schöne Spielsachen. Eines davon siehst du gerade. Sie gibt sich sehr viel Mühe mit mir, auch mit dem Futter. Mittlerweile kauft sie mir wahre Köstlichkeiten. Menschen nennen das Premiumfutter, so bin ich auch wieder etwas zu Kräften gekommen und habe etwas zugenommen. Äußerlich sind alle Wunden verheilt, aber in meiner Seele sind tiefe Risse und ich habe oft Angst und sogar Panikattacken. Anfangs hatte ich auch hier oft Wutanfälle. Besonders, wenn die Frau hierherkommt, die zweimal die Woche meine Mama besucht. Die Mama sagt, die Frau helfe ihr. Betreutes Wohnen nennen Menschen das. Aber die Frau mag ich gar nicht. Sie behandelt mich immer wie Luft und streichelt mich nie. Das frustriert mich und so habe ich mich schon dreimal von hinten angeschlichen und sie am Bauch gekratzt. Dann muß sie mich doch einfach beachten ! Aber die Mama sagt, das darf ich nicht mehr machen. Die Welt ist so ungerecht ! Hauptsache, sie fängt mich nicht ein und bringt mich irgendwohin, wo ich umgebracht werden soll. Diese Erlebnisse stecken mir noch sehr in den Knochen, lasten auf meiner Seele. Wenn meine Mama aus der Wohnung geht, kriege ich immer Panik, was mit mir wird, ob die Mama wiederkommen wird. Und ob das für immer mein Zuhause sein wird. Die Mama macht sich dann, wenn sie wiederkommt, ganz große Sorgen, weil ich in ihrer Abwesenheit nichts fresse. Und wenn ich eine Futtersorte nicht mag, meint sie, ich bin ein Gourmet, andere Menschen nennen das mäkelig. Aber das liegt gar nicht so sehr am Futter, ich bin innerlich so unsicher, wie meine Mama übrigens auch und ich habe oft Stimmungschwankungen. Meine Mama streichelt mich ganz oft und spielt mit mir. Also daran liegt es nicht, sondern an der Angst. Wenn ich rauskomme auf die Terasse habe ich besonders viel Angst, wenn mich jemand anfaßt oder anfassen will. Dann rase ich durch die Gegend, auf jeden Fall weg. Ich war ja im Freien eingefangen worden damals in meiner Heimat.

Meine Mama hat auch verschiedene Sorten Katzenstreu ausprobiert. Dieses hier auf dem Bild bekam ich eine ganze Weile, aber das war echt Mist, denn vor meine Kratzmatte gehört das nun wirklich nicht. Ich bekomme jetzt Ulrta-Klumpstreu aus feinem Ton, das ist wie Sand, aber ganz schön schwer. Das transportiere ich nicht an meinem Pfoten durch die ganze Wohnung. Aber was ist das für eine schwarze Tasche ? Wem gehört die ?

Die muß ich doch gleich mal näher untersuchen. Die Tasche hat die beste Freundin von meiner Mama mitgebracht, sie heißt Julia. Da war bis eben Wäsche zum Waschen drin, weil sie keine eigene Waschmaschine hat. Aber das ist eine andere Geschichte. Die Mama ist aber ein lieber Mensch und erlaubt der Julia hier zu waschen und manchmal wäscht sie die Wäsche selbst. Also die Julia kennt sie fast 6 Jahre, läßt läßt hoffen, daß sie verbindlich ist und mich bei sich behält. Aber meine Welt ist so unsicher wie die meiner Mama. Da fällt mir wieder ein, wer ist meine Mama eigentlich ? Einmal ist sie so, ein anderes Mal wieder ganz anders. Aber alle füttern und streicheln mich und machen meine Toilette mehrmals täglich sauber. Trotzdem, für mich ist das sehr gewöhungsbedürftig. Aber ich bin bereit die alle kennenzulernen.

Eigentlich könnte ich sagen, ich habe alles. Bekomme teures und leckeres Premiumfutter, werde liebevoll gestreichelt und ich bin sogar krankenversichert. Mehrmals täglich wird meine Toilette saubergemacht. Aber das Leben ist so schwer. Zwei Wohnungen weiter ist ein großer Hund, der mich gar nicht mag, er bellt ganz laut, wenn ich auf die Terasse komme. Dann renne ich ganz schnell weg und schmeiße schon mal versehentlich in der Aufregung bei der Nachbarin meiner Mama kleinere Blumentöpfe um. Das mag diese Frau gar nicht. Wenn sie mich sieht, schickt sie mich weg. Aber die Wohnung meiner Mama und die Terasse sind sehr schön, da möchte ich gerne bleiben. Sie liebt ihre Wohnung sehr, sie hatte zuvor lange keine mehr gehabt. Mit der Zeit werde ich sicher mehr zu erzählen haben. Meine Mama sagt, natürlich bleibe ich hier bei ihr und streichelt mich. Auf wiedersehen bis bald ! Miau !

Mittlerweile haben wir Oktober und die Mama hat die letzten beiden Monate viel fotografiert und ich habe eine Menge zu erzählen.

Wenn die Mama an der Homepage arbeitet, liege ich auch gerne mal auf diesem Regal mit vielen interessanten Büchern. So kann ich auch zwischenzeitlich immer mal wieder ein Auge auf die Mama werfen. Ich bin sehr anhänglich und weiß die Mama gerne in meiner Nähe. Das Regal ist übrigens einer von den beiden Billy's, die die Weiber bei Ikea bestellt haben, über das Internet. Danach haben sie beide Billy's cremeweiß lackiert. Denn hier soll alles farblich aufeinander abgestimmt sein, harmonisch zusammenpassen. Die Wohnung ist ja nach Feng Shui eingerichtet. Ach - und beinahe hätte ich es vergessen zu erzählen: vor langer, langer Zeit haben die Weiber eine Ausbildung als Einzelhandelskauffrau gemacht um dekorieren zu lernen. Das gehört zu dieser Ausbildung dazu. Und sie sind ja auch Künstlerin. Da konnten die Billy's unmöglich hartweiß bleiben, wie sie von Ikea geliefert wurden. Übrigens, die Bilder, die in der Wohnung hängen, sind farblich ebenfalls genau auf die Wände abgestimmt. Die wunderschöne Wandfarbe dieses Zimmers, das Küche, Wohnzimmer und Büro in sich vereinigt ist von Dulux und heißt Elysee. Nach einigen Rangeleien der Weiber untereinander wurde Mama's Wunsch nach kuschelig weichen Farben Rechnung getragen.

So siehst du mich mal ganz aus der Nähe. Hinter mir hängt an der Wand ein großer Spiegel, der in einen- wie sollte es anders sein- cremeweißen Rahmen gefaßt ist. Da stehe ich auf dem Regal ganz oft davor, aber irgendwie kapiere ich nie so ganz, welcher Artgenosse mich da plötzlich ansieht...Hier ist doch sonst keine andere Katze ! Ich verstehe das einfach nicht. Die Mama sagt, das sei ich. Komisch. Da bin ich wie ein ganz kleines Menschenkind, das bei dem Blick in den Spiegel auch nicht merkt, das es sich selbnst sieht. Also, dazu kann ich nur eines sagen: ich weiß auch so jederzeit, daß ich eine großartige Katze bin ich brauche mich gar nicht im Spiegel bewundern !

Von diesem Bild hat die Mama eien Ausschnittvergrößerung angefertigt. Bin ich nicht eine wunderschöne Katze ? Ich bin übrigens eine Rassekatze und zwar eine Europäisch-Kurzhaar-Katze (EKH). Nur hierzulande sind wir EKH's so häufig, daß man uns hier Hauskatzen nennt. In der Türkei gibt es in einer Region freilebende Türkisch Van, so daß diese dort Hauskatzen sind. In Skandinavien werden wir EKH's kontrolliert gezüchtet. Die Weiber finden EKH's übrigens viel schöner als die britischen Artgenossen von mir. Britisch Kurzhaar (BKH) genannt. Kennst du nicht ? Dooooch, bestimmt ! Denn die süßen kleinen Whiskas-Kätzchen in silber-schwarz getigert (tabby) sind BKH's. Auch die Sheba-Katze. Und die niedlichen weißen Catsan-Kätzchen sind auch Briten. Als Erwachsene haben meine britsichen Artgenossen einen schwereren Körperbau und einen sehr kräftigen Kopf. Als Europäerin bin ich da doch deutlich schlanker, auch wenn die Sozialarbeiterin, die hier immer hinkommt behauptet, ich nähme immer mehr zu. Was für eine Frecheit ! Aber, sind Briten nicht auch Europäer ? Großbritanien ist doch auch in der EU ?

Hier siehst du mich noch mal in voller Schönheit bei einem meiner täglichen Spaziergänge über die wunderbare Dachterasse. Auch dieses Bild ist eine Ausschnittvergrößerung. Da machen sich die Weiber eine ganz schön große Mühe, um mich optimal ins rechte Licht zu rücken. Also, von den Weibern gibt es ja nicht so viele Bilder auf der Homepage. Das Bild enthält leider einen kleinen Schönheitsfehler...denn offenbar können sich die Weiber nicht immer darauf einigen, wer hier das Unkrautjäten übernimmt. Das ist keine optimale Arbeitsteilung, finde ich. Wenn von ihnen Fotos gemacht würden für die Homepage, würden sie sicher wollen, daß der Hintergrund stimmt ! Vielleicht sollten mal ein paar Pflänzchen in die Kästen und Töpfe gepflanzt werden. Das sähe viel hübscher aus.

So, nun wieder auf einem meiner Lieblingsplätze angekommen. Hier habe ich große Teile des Raumes im Auge. Schließlich habe ich leider noch immer keinen Kratzbaum, sondern nur diese alberne Fußmatte. Aber die Mama hat bereits einen schönen Kratzbaum ausgesucht. Du hast es dir sicher auch schon gedacht, er wird optimal zu den Farben des Raumes passenn! Und sonst einigen qualitativen Ansprüchen genügen. Aber nichts desto trotz wird dieser Kratzbaum nicht einen so optimalen Aussichtpunkt bieten wie dieses Regal. Die Mama liebäugelt ja mit einem zweiten Kratzbaum, einem für die Terasse, der dann für die Mama vor der linken Seite der großen Tür sichtbar ist und bis zur Decke reicht. Da kann ich dann herrlich drauf toben! Es gibt zwei Modelle, die die Mama in einem Katalog entdeckt hat, die für Terassen geeignet sind. In der Wohnung gibt es keinen Platz für einen Deckenspanner. So nennt man solche großen Katzebäume. Sie können individuell an die Deckenhöhe angepaßt werden. Bis die Weiber das viele Geld zusammenhaben, bleibt mir wohl nur davon zu träumen...Was für ein Katzenjammer !

Auch wenn ich ja sonst sehr anhänglich bin, brauche ich ja schließlich auch mal meine Ruhe - die Weiber ebenso. Und so ziehe ich mich im Laufe des Tages auch gerne mal nach draußen zurück. Oder besuche die Nachbarn. Die Weiber haben diese übrigens gebteb, mich nicht zu füttern...das fand ich ja erst nicht so toll, aber ich weiß ja, daß die Weiber es gut mit mir meinen, schließlich bekomme ich zu Hause Premiumfutter ! Jedenfalls soll ich möglichst wenig Zucker, Farb- und Konservierungsstoffe und keinesfalls Lockstoffe erhalten. Und wie du siehst, glänzen meine Augen und ich habe ein wunderbares Fell. Und schmecken tut es auch, na meistens zumindest...

Nun denke mal ja nicht, ich würde nur faul herumliegen ! Ich bewege mich auch viel, nur leider kann mich keine der Weiber fotografieren, wenn die Mama mit mir spielt...Aber ich jage auch mal wild über die Terasse. Da müßte die Mama schon eher einen Film drehen von mir...das entfällt mangels Kamera und Abspielgerät. Die Weiber haben nämlich keinen Videorekorder. Ein abwegiger Gedanke. Da wechsle ich lieber mal das Thema und erinnere an das unschöne Unkraut....hier voll im Bilde. Das ist kein Katzengras. Ja, ja , Mama, ich weiß, da treffe ich auf einen wunden Punkt...

Was ist denn da passiert ? Das war doch nicht nachts ? Die Batterie des Fotoapperates war leer. Wieso habe ich nur auf dem Rücken diese weißen Haare, die da gar nicht hingehören ? Hatte ich eine Hauterkrankung oder werde ich etwa alt ?! Also einer von Mama's Brüdern, der Uwe, ist ja promovierter Agrarwissenschaftler. Und er meint, mit 5 Jahren könne das sein, daß ich schon ergraue. Aber meine Haut und mein Fell seien gesund. Bei den Weibern entwickle ich mich prächtig ! Ich werde liebevoll gestreichelt, bekomme fantastisches Futter und reichlich Wasser. Die Toilette wird mehrmals täglich gereinigt. Was will eine Katze da mehr ? Und die Fellpflege mit diesem Handschuh, wo diese komischen Noppen dran sind ist wunderbar ! Anfangs war ich da ja skeptisch, aber inzwischen signalisiere ich der Mama täglich mit Zupfen mit den Pfoten am Handschuh, daß ich verwöhnt werden möchte. Wenn es nach mir ginge, könnte ich das gerne mehrmals täglich haben !

Übrigens, nicht, daß du denkst, da hätte eine der Weiber Unkraut in der Wohnung plaziert. Also ich meine dieses Gestrüpp. Nein, das ist mein Katzengras ! Mir fehlt hier es an nichts. Wir Katzen benötigen solches Gras, weil wir bei der eigenen Fellpflege, beim Putzen, wie ihr Menschen das nennt immer auch Haare verschlucken, die dann im Magen Haarballen bilden können. Diese müssen wir leidvoll hochwürgen, wenn wir dabei keine Hilfe bekommen. Es gibt hochwertiges Futter, daß so hergestellt wird, daß es die Bildung von Haarballen reduziert. Dann brauchen wir Katzen auch nicht zu kotzen....Aber wir Katzen brauchen und lieben eben auch dieses Gras. Besonders für Artgenossen, die keinen Freigang haben, ist dies notwendig. Aber auch Freigänger brauchen es. So, bald wird es sicher weitere wunderbare Bilder von mir geben. Auf wiedersehen!

Die neuen Fotos sind da und sie beweisen eins: ich bin kein WONNEPROPPEN !

So liege ich gerne in meinem Körbchen und lasse den Kopf nach draußen hängen. Natürlich teile ich nachts das Bett mit den Weibern in trauter Vielsamkeit. Das Körbchen stand bei dem Tierarzt draußen mit Mitnehmen vor der Tür. Eine der Weiber hat mir den besten mitgenommen und zu Hause das Türchen abgemacht.

Das bin ich nochmal in meinem Körbchen und kratze mich gerade. Die Weiber haben gerade Dinkelvollkornnudeln gemampft. Leider war der Firschkäse mit Kräutern leer, also er reichte nicht ganz. Mir geht es da doch besser, muß ich sagen. Das sagte die Frau Sozialarbeiterin kürzlich auch. Und wenn ich nicht gerade speise, liege ich beispielse gerne in diesem Körbchen und faulenze. Ich lasse es mir gut gehen.

Natürlich muß ich mir auch mal die Beine vertreten und mich bewegen, sonst könnte ich bei dem köstlichen Futter womöglich tatsächlich noch ein WONNEPROPPEN werden. Das kann ich natürlich nicht zulassen und ich muß ja auch mal nachsehen, was bei den Nachbarn so alles passiert. Die Nachbarin rechts neben den Weibern ist nach ungefähr 6 Jahren ausgezogen. Schade eigentlich, jetzt sind die großen Pflanzen weg. Erinnert dieses Bild nicht irgendwie an meine südspanische Heimat ? Ein bißchen wenigstens.

Sehe ich hier nicht ein wenig wild aus ? In mir steckt ein wildes Raubtier ! Wenn auch ein kleines. Aber kratzen und beißen kann ich auch. Das mache ich auch schon mal. Wie du siehst, kann keine Rede davon sein, daß ich ein BROCKEN wäre, wie die Frau Sozialarbeiterin behauptet.

Ab und zu fange ich mir zum Dessert Fliegen ein und verspeise sie genüßlich, wie du gleich auf dem nächsten Foto sehen kannst. Wer von den Weibern hatte da eigentlich die Nerven, mich beim Morden zu fotografieren ?

Natürlich werde ich von von so einer kleinen Fliege nicht satt, aber dafür wird ja mit einem reichlichen Angebot an erlesensten Futtersorten gesorgt. Mehr dazu erfährst du immer ganz aktuell in meinem Tagebuch.

Das Orginalbild ist ziemlich unscharf, aber die Mama hat so ein Programm, mit dem sie Bilder schärfer machen kann, in dem Computer. Nächstens sollten die Weiber mir beim Fotografieren vielleicht nicht so nah kommen. Denn da sist nicht gut, also wegen der Fotos. Hier liege ich übrigens auf einem meiner Lieblingsplätze.

Hier siehst du noch so eine im Original unscharfe Nahaufnahme. Auch auf dem Bildschirm. Auf diesem Film habe ich auch gar keine kanllgrünen Pupillen.

Von manchen Fotos macht die Mama im Computer Ausschnittvergrößerungen. Mit den Fotos wird ja immer auf Mama's Wunsch eine Foto-CD mitgeliefert und da sind die ganzen Fotos in 4 Formaten drauf gespeichert. Die Mama nimmer einfach das jeweilige Bild in einem größeren Format und nimmt einen Ausschniit. In dem Programm kan sie genau bestimmen, wie groß das Bild werden soll. Allerdings kann man nur Bilder verkleinern damit. Das Programm hat ja auch nur 16 EURO gekostet. Die Weiber wünschen sich ja schon lange ein zusätzliches Graphic-Programm für die Homepage. Das Problem ist nur, daß die neuen Programme heutzutage nicht für Windows 95 geeignet sind.

Diese überdimensionale Grünlilie, die viel größer ist als ich, nennt die Mama "Telekom-Blume". Sie hat vor bald 5 1/2 Jahren die Ableger dazu in der Tagesklinik Alteburger Straße, wo die Weiber schon drei Mal waren beim ersten Aufenthalt von einer anderen Patientin geschenkt bekommen. Die Patientin arbeitete bei der Telekom und mußte dort ihr Büro räumen. Die Grünlilie, zu der die Ableger gehörten stand auch in diesem Büro. Deshalb nennt die Mama ihre eigene Grünlilie, die ein wahrlich stattliches Exemplar ist, "Telekom-Blume".

Das war's mal wieder mit dem neuen Film. Es ist längst ein neuer eingelegt.

Wenn die Mama auf ihr Menschenklo geht, dann springe ich auf das Waschbecken und lecke am Wasserhahn. Die Weiber wundern sich immer wieder über meine Angewohnheit, habe ich doch immer genug frisches Wasser in einer großen Schale.

zooplus.de




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www.tiergefluester.de





Monika Kreusel

Zuletzt aktualisiert am 10.07.2006

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