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Gedanken zur Achtsamkeit

von Parvati Ruth Burbach

Gelebte Achtsamkeit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für unsere Entwicklung. Wir müssen wissen, was mit uns, in uns und um uns passiert, und das am Besten in jeder Sekunde unseres Lebens.
Achtsames Wahrnehmen ist Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit, ohne Verdrängung, ohne Wertung, jetzt ganz Dasein in unseren Gedanken, Worten und Handlungen. Achtsamkeit fließt... ohne Anfang und ohne Ende...
Achtsamkeit kämpft nicht... Achtsamkeit ist pure Energie... jetzt eingesetzt... ganz einfach... annehmen was ist... kein Ankämpfen gegen das, was nicht sein soll... wahrnehmen und akzeptieren...das ist alles, sonst nichts.
Bevor wir Andere anleiten können, müssen wir zuerst an uns selbst arbeiten, bis wir erfahren und ganz klar verstehen im bewussten Hier und Jetzt zu leben. Nur wenn wir selbst achtsam sind, können wir andere anleiten.
Achtsamkeit hört nicht auf, und während wir versuchen Achtsamkeit zu lehren, müssen wir selbst achtsam sein... wir müssen uns selbst belehren... uns selbst sehen... wir müssen selbst Bescheid wissen... wir müssen selbst verstehen.
Manchmal gelingt es uns achtsam zu sein und manchmal nicht. Aber das ist nicht so schlimm. Wichtig ist, dass wir es merken. Wir müssen ganz bewusst merken, dass wir nicht achtsam sind. Das ist der Weg um achtsam zu werden. Diese Übung läuft rund um die Uhr. Wenn wir einmal den Entschluss gefasst haben Achtsamkeit zu üben, sollten wir einfach damit anfangen, ohne uns unter Druck zu setzen. Wir beobachten einfach unsere Gedanken und gehen unseren alltäglichen Dingen nach. Wir achten auf unsere Bewegungen und Empfindungen, ohne Beurteilung und erleben alles ganz bewusst...

Wenn wir handeln, arbeiten, üben oder irgendetwas tun, dann sollten wir:

  • Wirklich Dasein mit unserer Achtsamkeit
  • Dabei sein mit all unseren Gedanken und Gefühlen
  • Bewegung, Haltung und Atmung bewusst wahrnehmen
  • Wachsamkeit entwickeln für alles, was uns behindert und hemmt
  • Offen sein für die inneren und äußeren Lebenskräfte

Achtsamkeit bedeutet: „vorsätzliches, bewusstes Aufmerksam-Sein“. Wenn wir uns darauf einlassen, werden wir in kurzer Zeit positive Zeichen entdecken. Die Achtsamkeit durchdringt alle Bereiche unseres Lebens. Wir können achtsamer arbeiten und achtsamer mit uns selbst und anderen umgehen. Es sollte unser Ziel sein, jeden Augenblick wahrhaft in voller Aufmerksamkeit zu erleben, dann nämlich können wir die Tiefe im Leben erkennen, Zufriedenheit und Ruhe erreichen und müssen uns nicht durch ängstliche Gedanken und rastloses Tun selbst unsere Lebensqualität vermindern.
Wenn wir wahrhaft achtsam sind, beurteilen wir nicht und sind nur Beobachter. Wir haben Geduld, denn wir wissen, dass Entwicklungen Zeit benötigen. Wir lassen los und genießen die Erfahrung des Augenblicks in vollem Vertrauen. Denn es gibt nur diesen einen Augenblick, sonst nichts. Alles andere ist gewesen oder noch nicht da.
Es kommt nur darauf an, das Jetzt zu erleben, dort, wo es kein Denken gibt. Im Jetzt brauchen wir nicht mehr zu grübeln. Wir sind frei und stark. Wir erleben und erkennen sofort. Und dann lassen wir es los, ganz leicht lassen wir es hinter uns, ohne noch einmal darüber nachzudenken und das Erleben zu benennen. Wir kümmern uns einfach nicht weiter darum. Im nächsten Moment hat sich der Gedanke sowieso wieder verändert. Achtsamkeit ist reines Erleben, ohne Denken, ununterbrochen. Das bloße Erleben beobachten, und wenn man es erkannt hat, einfach wieder loslassen. Wir brauchen uns nur dafür zu entscheiden, an jedem Tag, in jeder Stunde, in jeder Sekunde unseres Lebens. Das ist unser Schlüssel zu innerer Gelassenheit. Wir können so jeden Augenblick als das akzeptieren was er ist – neu und unwiederbringlich.
Wir können immer wieder neu anfangen, uns von Sekunde zu Sekunde neu erschaffen und unser Leben intensiv leben, bewusst und aufmerksam in der Großzügigkeit des Hier und Jetzt. Achtsamkeit ist nicht Stillstand... Achtsamkeit ist nicht Warten...Achtsamkeit ist Sein, in seiner höchsten Form. Wenn wir bewusst achtsam sind, gibt es kein Warten mehr auf eine andere Situation, weil wir einfach sind. Und während wir in einer Warteschlange an der Kasse stehen, haben wir nicht mehr das Gefühl, dass wir unsere Zeit vergeuden, dass wir Zeit verlieren... sondern wir sind bewusst und wissen um die Bedeutung des Augenblicks, den wir nutzen. Allein dieses Wissen um die Vergänglichkeit des Augenblicks lässt uns liebend und achtsam sein. Wartezeit ist geschenkte Zeit... sie war nicht eingeplant... Wartezeit kann ein Gewinn sein... Achtsamkeit ist Liebe... Liebe der gegenwärtigen Situation, dem „JETZT“ gegenüber. Was gibt es sonst mehr?

Artikel von Parvati Ruth Burbach, unter den Eichen 22, 56470 Bad Marienberg (Yogalehrerin BYV, Dipl. Ayurveda-Therapeutin).

Link zum Text auf yoga-vidya.de





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Monika Kreusel

Zuletzt aktualisiert am 23.01.2007

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